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Früher nannten wir das ein Programm

Prompt Engineering, Context Engineering, Harness Engineering und jetzt Loop Engineering. Die Disziplin bekommt jedes Jahr einen neuen Namen, und die Bewegung zeigt immer in dieselbe Richtung: vom Modell weg.

Zuerst bauten wir den Prompt. Dann den Context. Dann den Harness. Jetzt den Loop um den Harness herum. Das Modell wird immer kleiner.

Jede dieser Stufen war einmal die eigentliche Kunst. Prompt Engineering: die richtige Formulierung finden. Context Engineering: die richtigen Informationen zur richtigen Zeit hineinreichen. Harness Engineering: Tools, Umgebung und Leitplanken um das Modell bauen, damit es überhaupt verlässlich arbeiten kann. Und jetzt also Loop Engineering... eine Schleife ausserhalb des Harness, die entscheidet, ob das Ganze noch einmal läuft, mit welchem Ziel und wie oft. Loops über Loops.

Man kann das als Karussell lesen: jedes Jahr eine neue Disziplin, jedes Jahr neue Titel in den Profilen. Ich lese es anders. Die Bewegung zeigt konsequent in eine Richtung, nämlich vom Modell weg. Der Wert entsteht immer weiter aussen, in der Architektur drumherum, während das Modell selbst zum kleinsten und austauschbarsten Teil des Systems geworden ist... die Glühbirne, nicht die Elektrik.

Das Bemerkenswerte daran ist, wie unbemerkenswert es eigentlich ist. Eine Schleife, die einen Prozess überwacht, bewertet und neu anstösst, hätte vor zwanzig Jahren niemand zur Disziplin erklärt. Wir nannten das ein Programm.

Wer heute Agenten baut, schaut also besser weniger auf das nächste Modell und mehr auf die Schleife, in der es steckt. Dort wohnt inzwischen die Arbeit.

Angestossen durch Caleb Eoms Video "Agent Loop explained in 8min": https://youtu.be/4biXYSNkn9Y

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