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Der 10-Minuten-Check: Mit KI LinkedIn-Fakes entlarven

Eine Milliarde Profile auf LinkedIn – doch wie viele davon halten einer Prüfung stand? Ich habe mein eigenes Profil einer OSINT-Analyse unterzogen, um zu sehen, was eine Due-Diligence-Prüfung wirklich zutage fördert.

Der Blindspot der Milliarden-Plattform

„VP of AI Strategy“, 12 Zertifizierungen, drei Beiratssitze – auf dem Papier sieht vieles beeindruckend aus. Doch niemand prüft es wirklich nach. In einer digitalen Arbeitswelt, in der Profile oft ungefiltert übernommen werden, bleibt die Wahrheit oft auf der Strecke.

Ich habe den Test gemacht und eine strukturierte OSINT-Analyse (Open Source Intelligence) auf mein eigenes Profil angewendet. Das Ziel: Die Due-Diligence-Brille aufsetzen und schauen, was ein professioneller Ermittler finden würde.

Das Experiment: Risiko-Check im Eigenversuch

Anstatt nur oberflächlich zu scrollen, wurden Konsistenzprüfungen über App-Store-Einträge, Arbeitgeberprotokolle, Domain-Besitzverhältnisse und plattformübergreifende Handles durchgeführt. Jede Behauptung wurde gegen harte Evidenz gewichtet.

Drei spannende Erkenntnisse der Analyse

Die Ergebnisse zeigen, wie Algorithmen heute „Glaubwürdigkeit“ bewerten:

  • Trigger für Betrugsmuster: Ein polierter Header mit dem Zusatz „Open to partners“ löst oft dieselben Muster-Detektoren aus wie Scam- oder MLM-Profile. Der Kontext ist entscheidend, aber der Algorithmus ist erst einmal skeptisch.
  • Die KI-Sprachfalle: Exzellentes Englisch von einem Nicht-Muttersprachler wird heute oft als „KI-generiert“ geflaggt. 20 Jahre internationale Tech-Erfahrung sehen für einen Bot manchmal exakt so aus wie ein Prompt-Ergebnis.
  • Authentizität durch Inkonsistenz: Wir streben oft nach perfekten Statistiken, aber Menschen sind unbeständig. Hohe Reichweiten bei geringer Follower-Zahl wirken oft authentischer als perfekt proportionale Zahlen. Bots sind konsistent – Menschen nicht.

Fazit: Due Diligence ist jetzt Standard

Mein Risiko-Score lag bei 18/100 – niedrig, aber nicht bei null. Der entscheidende Punkt: Diese Analyse dauerte nur 10 Minuten und benötigte lediglich einen gut strukturierten Prompt.

Bevor Sie die nächste Einstellung vornehmen oder ein Investment tätigen: Machen Sie den Check.

Interesse an der Methode? Schreiben Sie mir eine Nachricht für die Scraping-Methode und den Research-Prompt, oder schauen Sie direkt in die Datenbank auf PUCO.app.

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